Im Juli 2002 wurde von Irmi Huber, Heidi Moser und Alexander Kronsteiner der Grundstein für den Verein:

" c l u b - c h e v a l "

Gemeinschaft für klassisches Reiten und integratives Voltigieren

gelegt.

 

Immer wieder wurden wir gefragt, was wir denn eigentlich mit unseren Pferden machen. Versuchten wir es dann zu erklären, wurden wir bald mal dieser und mal jener Schublade der aktuellen Reitströmungen zugeordnet. Da es für uns aber keine passende Lade gab, haben wir uns selber eine erschaffen.

Nur soll es keine Schublade, sondern eher eine Plattform sein. Der Unterschied ist klar: Eine Schublade ist nach vier Seiten begrenzt - eine Plattform aber nach allen Seiten offen. Und das wollen wir sein.

Auszug aus den Gründungsstatuten:

Die Absicht des Vereines ist die Nutzung von Pferden für den Menschen im Allgemeinen. Wichtig dabei ist, dass dies zur Förderung beider Individuen geschieht. Die Menschen sollen von der Freude an der Harmonie mit dem Pferd profitieren und die Pferde sollen unter klassischen Gesichtspunkten zur eigenen physischen und psychischen Gesunderhaltung genützt werden.

Zwei Schwerpunktbereiche bilden die Grundlage des Vereines:

1.) Integratives Voltigieren:

  • Sportliches Voltigieren
  • Therapeutisches Voltigieren

Integratives Voltigieren heißt für uns, behinderten und nicht behinderten Kindern jeden Alters und jeder sozialen Schicht den Zugang zum Pferd zu ermöglichen. Beim Turnen auf dem Pferderücken als heilpädagogische Maßnahme oder eingenständige Sportart im Freizeitbereich kommt der ganzheitliche Aspekt sehr zum Tragen: Das Sich-Bewegen und Bewegt werden, die geistige Forderung und die Freude, sich mit dem Lebewesen Pferd zu beschäftigen, stärken Körper, Geist und Seele in gleicher Weise.
Erklärtes Ziel für uns ist ein glückliches Kind auf einem zufriedenen Pferd. Entspannung und Wohlfühlen sind die Basis für eine gezielte Sensibilisierung in allen Wahrnehmungsbereichen.
Dadurch verbessern sich Koordination, Geschicklichkeit, Orientierung und somit das Selbstvertrauen und die soziale Reife..

2.) Reiten nach klassischen Grundsätzen:

Das Ziel, das gleichzeitig auch der Weg der Ausbildung von Pferd und Reiter sein soll, ist die Suche nach Leichtigkeit beim Reiten mit Methoden nach vorwiegend klassischen Gesichtspunkten. Es wird von der Überzeugung ausgegangen, dass nur dies der Weg ist, der dem Reiter echte Freude am Reiten bereiten kann und Pferde auch bei höheren Anforderungen nicht "verheizt", sondern geschont und sogar physisch und psychisch gestärkt werden. Als literarische Untermauerung dienen besonders die Schriften von Nuno Oliveira und Philipe Carl.

Nicht die öffenliche Anerkennung durch Turniererfolge oder diverse Abzeichen werden daher angestrebt (aber nicht ausgeschlossen!), sondern vor allem die innere Zufriedenheit durch die Einheit mit dem Pferd.

Unsere Ideale vom "leichten" Reiten haben starke Wurzeln im Frankreich der letzten 200 Jahre. Dies spiegelt sich im Namen "club-cheval" und im abgewandelten französischem Symbol der Lilie in unserm Logo wieder.